Auf den Start in Bovec folgte eine einige Kilometer (3km) lange Abfahrt zum Wildbach Boka, dann um den Polovnik an Žaga und Srpenica vorbei Richtung Kobarid (ca. 20km).Nach einem kurzen Halt in Kobarid stiegen wir über die Soča zum Fußweg ins Tal des Wasserfalls Kozjak ab (zu Fuß ca. 15 Min in eine Richtung). Nach einer guten Stunde setzten wir die Fahrt mit den Rädern Richtung Tolmin und Most na Soči fort.
Dieser letzte Teil des Weges (ca. 30km) erinnerte mehr an ein Zeitfahren als an einen Ausflug, weil wir es alle auf ein verdientes Bier eilig hatten.
Die Kirche des hl. Ulrich verleiht mit ihrer beherrschenden Lage auf einem hohen Plateau, zu dem eine monumentale Treppe führt, Bovec ein malerischeres Aussehen. Die Hauptfassade ist im neuromanischen Stil gestaltet, im Kirchenschiff finden wir Reste des alten gotischen Baus, dessen Spuren in den gotischen Portalen und im gotischen Triumphbogen in der Ostwand des Schiffs sichtbar sind. Im Inneren des Presbyteriums steht ein mächtiger Altar aus heimischem rötlichem Stein. Dem reichen und bewegten Inneren verleihen zusätzlichen Zauber Fenster mit Bildern aus buntem Glas, das äußere Bild ergänzt ein mächtiger Glockenturm.
Die Festung Kluže ist 4 km von Bovec Richtung Predelpass entfernt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde über der tiefen Klamm der Koritnica eine hölzerne Befestigung errichtet, die türkische Raubzüge nach Kärnten verhindern sollte. Georg Philipp von Gera, Hauptmann von Bovec in den Jahren 1613 – 1643, errichtete 1613 eine steinerne Festung und entdeckte in der Nähe eine Quelle, was der Besatzung ermöglichte, auch längere Belagerungen durchzustehen. In die Wand bei der Festung ließ er eine steinmetzmäßig außerordentlich fein gearbeitete Steinplatte mit seinem Wappen und der Jahreszahl des Baus einmauern.Ihr heutiges Aussehen erhielt die Festung 1882.
Der Große Wasserfall Kozjak ist einer der schönsten Wasserfälle Sloweniens. Von allen Seiten umgeben ihn Wände, sodass es aussieht, als fiele er in eine große Höhlung. Unter dem Wasserfall liegt auch ein kleinerer See.
In Tolmin können Sie unterwegs im Museum von Tolmin haltmachen, wo Sie die Dauerausstellung Anschwemmungen der Isonzo-Geschichte besichtigen können. Ebenso können Sie die Tolminer Klammen besichtigen, die der niedrigste Eingangspunkt in den Triglav-Nationalpark sind. Sie sind ein Naturdenkmal, das die Tolminka geschaffen hat.
Most na Soči ist eine geschlossene Straßensiedlung im oberen Isonzotal. Sie liegt am südlichen Ende des Tolminer Beckens im nordwestlichen Teil Sloweniens. In der Siedlung steht die Kirche des hl. Maurus, erstmals in schriftlichen Quellen bereits 1192 erwähnt. In Most finden wir restaurierte und geschützte Reste eines römischen Hauses. Interessant ist das Denkmal für die Soldaten des 1. Weltkriegs bei der Postaja. Das Geburtshaus von Ciril Kosmač ist in das europäische Programm Genius loci einbezogen, das die Geburtsorte berühmter Schöpfer verbindet – Giottos, Goyas, Lorcas, Novalis' und Kosmačs. Die Hauptsehenswürdigkeit von Most na Soči ist der See. Der Ort bietet auch viele Gelegenheiten für Ausflüge und Touren.
Die asphaltierte Fernstraße von Bovec Richtung Nova Gorica, im Wesentlichen eine ständige leichte Abfahrt-empfehlenswert für Rennräder.