Bleder See
Der See entstand beim Rückzug des Bohinjer Gletschers. Er ist bis zu 2120 lang, bis zu 1380 m breit, die größte Tiefe beträgt 30,6 m, seiner Entstehung nach ist er tektonisch. Der Bohinjer Gletscher vertiefte nach der letzten würmzeitlichen Vereisung die natürliche tektonische Senke und gab ihr die heutige Form.Das Becken füllte sich mit Wasser, als das Eis schmolz. Größere natürliche Zuflüsse hat der See nicht, gespeist wird er nur von einigen Quellen. Die Thermalquellen im nordöstlichen Teil sind in drei Schwimmbecken gefasst – des Grand hotels Toplice sowie der Hotels Park und Golf. Die Malerischkeit unterstreicht die Insel im westlichen Teil des Sees.
Die Bleder Insel
Die Bleder Insel mit dem Marienkirchlein ist jene Perle inmitten des Bleder Sees, die eines der bekanntesten Bilder Sloweniens zeichnet. Die Kirche mit dem goldenen Hauptaltar und drei Seitenaltären aus schwarzem Marmor erfuhr mehrere Umbauten, ihre Besonderheit ist der frei stehende Glockenturm. Zur Inselplattform, wo Kirche, Glockenturm, Mesnerhaus, Propstei und Klause stehen, führen 99 Steinstufen.Über die Insel gibt es viele Legenden, eine verwendete sogar unser größter Dichter France Prešeren in seinem Meisterwerk.
Viele kommen hierher, um Maria ihre Wünsche anzuvertrauen, denn die Wunschglocke ist ein besonders beliebter Anlass für den Besuch des Kirchleins auf der Insel. Zur Insel, auf der einst ein Heiligtum der slawischen Liebesgöttin stand, gelangt man mit den Pletna-Booten.
Die Legende, die er verwendete, besagt, dass sich auf der Insel ein Heiligtum der altslawischen Göttin Živa befand, das Bogomila und Staroslav bewacht haben sollen. Fachleute haben die architektonische Entwicklung der Inselkirche Mariä Himmelfahrt rekonstruiert. Im Frühmittelalter befand sich an der Stelle des heutigen Baus eine vorchristliche, wahrscheinlich altslawische Kultstätte. Auf der Insel wurden 124 Gräber mit Skeletten aus dem 9. bis 11. Jahrhundert entdeckt. In dieser Zeit entstanden auch die Fundamente der vorromanischen Kapelle. Bei diesem Bau handelt es sich wahrscheinlich um eine Spur der Missionstätigkeit des Aquileier Patriarchen Paulinus, eines Zeitgenossen Karls des Großen. Die ersten Spuren der Brixner Herrschaft auf der Insel sind die Fundamente einer romanischen Kapelle an der Stelle der vorromanischen. Die dreischiffige Basilika, deren Fundamente gut sichtbar und erhalten sind, wurde wohl Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet.
Die einschiffige gotische Kirche mit dem großen frei stehenden Glockenturm wurde an der Südseite im Jahr 1465 erbaut, als der erste Laibacher Bischof Sigmund Lamberg das neue Presbyterium und den Hauptaltar weihte. Der frei stehende Glockenturm ist ebenfalls eine Besonderheit, denn er zeigt den charakteristischen Einfluss der venezianischen Schule. Der Glockenturm selbst ist 52 m hoch, charakteristisch sind für ihn auch das gotische Gewölbe über dem Eingang sowie der Stein, den man Buchweizenkorn nennt und der viele kleine Löcher hat, aus dem das Gewölbe im 14.-15. Jahrhundert auch gemacht wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts errichtete man an der Stelle der gotischen Kirche eine niedrigere, tonnengewölbte frühbarocke Kirche, die 1685 umgebaut wurde.
Die drei Seitenaltäre aus schwarzem Marmor sind das Werk der Laibacher Steinmetze M. Cussa und F. Ferrata. Die Bilder darin schuf ein unbekannter Meister; sie beziehen sich auf die venezianische Schule des 17. Jahrhunderts. Der vierte Seitenaltar, der hl. Anna geweiht, stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts, das Bild darin aus der Layer-Werkstatt in Kranj. Der Hauptaltar mit bewegter Barockarchitektur und reich vergoldeter Schnitzerei datiert in die 1740er Jahre. Die Altarfiguren stellen die Stifter des Bleder Besitzes dar, Heinrich II. und seine Frau Kunigunde. Die Holzreliefs am Altartisch und der Tabernakel stammen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Eine besondere Sehenswürdigkeit der Inselkirche ist die Wunschglocke, die viele Touristen anzieht und 1534 in Padua hergestellt wurde; angefertigt hat sie F. Patavino. Die Glocken im Glockenturm stammen aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die übrigen Gebäude und die Mauer, die die Bauten auf dem Plateau schützt, erhielten ihre endgültige Form im 17. Jahrhundert. 1655 entstand die monumentale Treppe mit 99 Steinstufen, die auf den Gipfel der Insel führt. Die Kirche wurde 1972 restauriert. Der Brunnen auf der Insel wurde 1888 angelegt. Angelegt hat ihn Windischgraetz, zum Gedenken an eine Prinzessin, die sehr jung starb. Dieses Wasser stammt aus einer natürlichen Quelle und ist trinkbar.
Noch vor der Christianisierung befand sich auf der Insel ein slawisches Heiligtum – ein Tempel der Göttin Živa, die die Göttin der Liebe war. Nach der Christianisierung im Jahr 745 war man gezwungen, den Vielgötterglauben gegen den christlichen Glauben zu tauschen. Danach ersetzte man die Göttin Živa durch die christliche Variante, Maria. Neben den 99 Stufen baute man auf der linken Seite noch eine kleine Marienkapelle, wo die Menschen ebenfalls beten konnten. Auf der Wiese vor der Kirche befindet sich zudem eine Statue der Maria Magdalena, die dem ältesten Gewerbe der Welt nachging, und ihre Anwesenheit an diesem Ort ist etwas fraglich, war die Insel doch jahrhundertelang ein Wallfahrtsziel.
Sobald wir oben an der Treppe ankommen, befindet sich zu unserer Linken das Gebäude, in dem einst der Mesner wohnte. Weiter vom Mesnerhaus entfernt liegt die Propstei. An der Propstei befindet sich ein sehr interessantes Wappen, das aus zwei Teilen besteht. Der linke Teil, auf dem ein Schaf mit einem Kreuz zu sehen ist, stellt das Wappen der Brixner Bischöfe dar (1842 überließ Brixen die Kirche den Laibacher Bischöfen), der rechte Teil des Wappens ist das Wappen nur eines der Bischöfe, die hier waren. Die vier Quastenknoten um das Fresko–Wappen bedeuten, dass dies ein Bischof war. Auf der Insel gibt es 124 Gräber aus dem 9. und 10. Jahrhundert, und seit 450 Jahren befindet sich auf der Insel die Wunschglocke. Vor der Zerstörung rettete die Kirche der Umstand, dass sie eine Volksschule finanziell unterstützte, die eine der ersten bei uns war. Kaiser Joseph II. hasste Kirchen und Klöster so sehr, dass er auf unserem Boden eine riesige Zahl von ihnen schloss oder auch niederreißen ließ, bis der Papst selbst bat, er möge damit aufhören. 1809 fiel Bled an die Franzosen, und da den Franzosen bald das Geld ausging, nahmen sie den umliegenden Bauern das Heu weg; sie nahmen auch die Glocken von der Insel, außer der Wunschglocke.
Die Legende von der versunkenen Glocke
Die sogenannte »Wunschglöckchen« goss 1534 Franziskus Patavinus im italienischen Padua. Etwa um diese Zeit lebte auf der Burg von Bled lebte eine junge, untröstliche Witwe. Ihren Mann hatten Räuber getötet und seinen Leichnam in den See geworfen. Sie sammelte all ihr Silber und Gold und ließ ein Glöckchen für die Kapelle auf der Insel gießen.Doch dort kam es nie an. Ein heftiger Sturm versenkte es samt Schiffchen und Fährleuten. Noch heute meldet es sich manchmal in klaren Nächten aus der Tiefe.Nach diesem Unglück verkaufte die verzweifelte Witwe ihren gesamten Besitz, spendete den Erlös für eine neue Kirche auf der Insel und trat selbst in ein Kloster in Rom ein. Dort lebte sie fromm bis zu ihrem Tod. Nach ihrem Tod weihte der Papst eine neue Glocke und schickte sie auf die Bleder Insel. Wer mit dieser Glocke läutet und seinen Wunsch der barmherzigen »Frau vom See« mitteilt, dem erfüllt sich der Wunsch.So erzählt die Legende, die die internationale Sage von der »versunkenen« Glocke und eine idealisierte historische Entstehung des »Wunschglöckchens« einschließt.