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Idrija
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Burg Gewerkenegg – Stadtmuseum Idrija

Die Burg von Idrija, die über dem alten Teil der Stadt thront, hat den historischen Namen Gewerkenegg bewahrt, was in der deutschen Sprache Bergwerksburg bedeutet. Erbaut wurde sie in den Jahren 1522–1533 für die Bedürfnisse des Quecksilberbergwerks. Anfangs lagerte man darin Getreide und Quecksilber, später bot sie mehr als 400 Jahre lang der Bergwerksverwaltung Räume. Im Laufe der Jahrhunderte waren darin auch verschiedene Ämter, Schulen und Bewohner untergebracht. Der Renaissance-Burgkomplex mit drei runden Ecktürmen und einem Stirnturm erlebte Mitte des 18. Jahrhunderts einen barocken Umbau – man richtete den inneren Arkadenhof ein und bemalte ihn mit dekorativen Fresken. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie in der ersten Hälfte der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Heute dient sie der Museumstätigkeit, einer Musikschule sowie in geringerem Maß gastronomischen und Handelslokalen.


Das Stadtmuseum hat auf der Burg Gewerkenegg seine Verwaltungsräume, der Öffentlichkeit zugänglich ist jedoch die zentrale Dauerausstellung Fünf Jahrhunderte des Quecksilberbergwerks und der Stadt Idrija, in der die halbtausendjährige Entwicklung des Bergwerks unter Tage und parallel dazu das Wachsen der Stadt an der Oberfläche dargestellt wird. In der Ausstellung werden technologische Prozesse, historische Ereignisse, Lebensgeschichten und Schicksale vorgestellt. Dabei helfen originale Gegenstände, Repliken und Kopien, Grubenkarten, Landkarten, Schemata, Zeichnungen, Modelle und zahlreiche Fotografien. Die Museumsausstellung nimmt den größten Teil des ersten und  des zweiten Burgobergeschosses ein, sie ist in 26 Ausstellungsräumen untergebracht, mit einer Gesamtfläche von über 1.300 m2.
Die Ausstellung gliedert sich in folgende Bereiche:

Meilensteine aus fünf Jahrhunderten,
Geologische Sammlung,
Dokumente erzählen,
Ansichten der Stadt,
Quecksilberturm,
Berühmte Persönlichkeiten,
Gewinnung von Quecksilber und Zinnober,
Forstwirtschaft und Holztransport,
Zeugen des Lebensrhythmus,
Historische Bilder von Janko Trošt.

Für seine übersichtliche Dauerausstellung erhielt das Stadtmuseum Idrija 1997 den Preis der Luigi-Micheletti-Stiftung für das beste europäische Museum des industriellen und technischen Erbes, der jedes Jahr vom European Museum Forum verliehen wird.

Im Jahr 2003 wurde die Dauerausstellung mit dem Abschnitt Meilensteine des 20. Jahrhunderts vollendet, mit dem die Zeit der italienischen Besatzung, der Italianisierung und des faschistischen Drucks auf die Bevölkerung, die Zeit der deutschen Besetzung, die Bombardierung von Idrija im Frühjahr 1945, die Tätigkeit des Partisanenspitals Pavla, der Druckerei Slovenija und der Partisaneneinheiten im Idrijaer Gebiet dargestellt werden. Vorgestellt werden der Wiederaufbau der Stadt und die Entwicklung der neuen Obrigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der Höhepunkt und zugleich das Ende des Betriebs des einst zweitgrößten Quecksilberbergwerks der Welt sowie die Umstrukturierung des ländlichen Raums.
Die Ausstellung besteht aus folgenden Bereichen:
Das Gebiet von Idrija
Die Zeit der italienischen und deutschen Besatzung
Widerstand gegen den Besatzer
Leben in Idrija
Eingebunden in die Welt
Bäuerliche Fresken
   
Im zweiten Stock des Schlosses ist auch zu sehen 
Bevk-Gedenkzimmer.

Idrija ist das älteste Klöppelzentrum in Slowenien, das die Tradition dieses heimischen Handwerks bereits seit mehr als dreihundert Jahren bewahrt. Die erste schriftliche Erwähnung der Spitze aus Idrija reicht ins Jahr 1696 zurück. Die Idrijaer Spitze ist eine Art handgeklöppelter Spitze, die sich im Laufe der Jahrhunderte in unserem Raum herausgebildet hat. Im Jahr 2008 richteten wir im Museum eine neue Ausstellung über die Idrijaer Spitze mit dem Titel ein »Idrijaer Spitze, mit dem Faden geschriebene Geschichte«.
Die Ausstellung in drei Räumen ist in acht Themenbereiche gegliedert, mit deren Hilfe Sie die wesentlichen Merkmale und Tätigkeiten kennenlernen, die die Idrijaer Spitze ausmachen:
– 1. Raum: Klöppelspitze in Europa, Die Entwicklung der Idrijaer Spitze;
– 2. Raum: Der Spitzenhandel, Die Klöpplerinnen;
– 3. Raum: Die Spitzenschule, Spitze und Gesellschaft, Das Festival der Idrijaer Spitze und die Schatzkammer der Spitzen.

Eine Auswahl einiger in der Ausstellung präsentierter Besonderheiten:
– Kopien bisher unveröffentlichter Dokumente und Aufnahmen von Spitzen, die in Archiven gefunden wurden;
– Jovankas Tischtuch, ein Protokollgedeck für 12 Personen und eines der größten erhaltenen Klöppelwerke aus den 1970er Jahren, bestimmt für die Gattin des damaligen Präsidenten Tito;
– Abendkreationen mit Spitzen anerkannter slowenischer Modedesigner;
– der kürzeste Klöppelkurs: eine 5-minütige Videodemonstration der Klöppelgrundlagen;
– die Projektion erhaltener Aufnahmen von den Spitzenfestivals in Idrija von den 1950er Jahren bis heute

Für die Ausstellung wurde das Museum 2008 mit dem Valvasor-Preis ausgezeichnet – der höchsten slowenischen Fachauszeichnung im Museumsbereich.

 

Geöffnet:
täglich: 9.00–18.00

Informationen und Gruppenanmeldung:
tel.: +386 5 37 26 600
fax: +386 5 37 73 580
E-Mail: [email protected]

Eintritt / Person:
Erwachsene – 7,00 €
Erwachsene / Gruppe – 6,00 €, mit Führung 7,50 €
Jugendliche – 5,00 € / Gruppe (Grundschüler, Schüler, Studenten) – 4,50 €, mit Führung 5,50 €
einzelne Sammlung / Erwachsene – 4,00 €, mit Führung 4,50 €, Jugendliche – 3,00 €, mit Führung 3,50 €

 

Koordinaten des Standorts:
46.000995, 14.018398





Informationen

Prelovčeva 9,
5280
Idrija

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